Exkursion der BK Vierstünder Kursstufe 1 und 2 des WHG Sinsheim und des ASG Neckarbischofsheim 10 bis 11.10.2011 Basel – Fondation Beyeler Weil am Rhein – Vitra


Am ersten Tag unserer Exkursion stand die Besichtigung der Surrealismus-Ausstellung in der Fondation Beyeler in Basel auf dem Programm. Der Schwerpunkt unserer sehr ausführlichen und interessanten Führung lag auf den Werken von Louise Bourgeois. Im Anschluss konnten wir noch die vielen surrealistischen Kunstwerke - unter anderem viele Werke Max Ernsts – betrachten.



Da wir aus organisatorischen Gründen in zwei Gruppen aufgeteilt worden waren, hatte die Gruppe, die jeweils gerade nicht an der Führung durch die Ausstellung teilnahm, Zeit, sich mit dem Gebäude der Fondation, erbaut von Renzo Piano, gründlich auseinanderzusetzen.
Zunächst bestand unsere Aufgabe darin, den Grundriss des Museums ohne Hilfsmittel zu skizzieren. Außerdem sollten wir die Absicht des Architekten, das Gebäude mit der umgebenden Natur in Verbindung zu bringen, anhand verschiedener Merkmale erfassen.
Am darauffolgenden Tag besuchten wir nach einem kurzen Abstecher in die Carhartt-Galerie in Weil am Rhein, wo Street-Art junger Künstler ausgestellt wird, den Vitra-Campus.



Auf dem Firmengelände der Vitra findet man Gebäude vieler namhafter zeitgenössischer Architekten. Zum einen besichtigten wir das ehemalige Feuerwehrhaus, welches von Zaha Hadid entworfen wurde. Ihr dekonstruktivistischer Baustil bewirkt beim Betrachter eine irreführende und damit aufmerksamere Raumwahrnehmung. Besonders auffällig fanden wir ihre Beschränkung im Baumaterial auf Beton, Metall und Glas und ihre Reduzierung auf lediglich zwei farblich gefasste Wände, die dem ansonsten vorherrschenden Beton kontrapunktisch gegenüber gestellt sind.



Danach besichtigten wir den Konferenzpavillon von Tadao Ando. Der Schwerpunkt der Führung lag einerseits auf Andos Ziel, dem Besucher des Pavillons durch eine offen gelegte Raumorganisation Orientierungshilfen zu bieten. Andererseits leitete uns die Führerin an, die Raumproportionen im Zusammenhang mit ihrer Verortung im Gebäude und im umgebenden Park wahrzunehmen. Die geradlinige und zurückhaltende Architektur wirkt mit ihrer Reduktion auf die Materialien Beton, Glas und Holz und die drei geometrischen Grundelemente Kreis, Quadrat und Rechteck streng und harmonisch zugleich - im Vergleich zu Zaha Hadids Feuerwehrhaus gar asketisch.



Mit Hilfe des in der Führung erworbenen Wissens (Maße der Betonplatten, einziger Raum-winkel, der 60° und nicht 90° hat) konnten wir dann die Aufgabe, einen maßstabsgerechten Grundriss des Gebäudes zu erstellen, mit Leichtigkeit lösen.