Mahnmalprojekt Rohrbach


Angeregt durch die langjährige Arbeit der denkmal aktiv-AG (Leitung Jutta Stier) zum Thema „Judentum im Kraichgau“ am Wilhelmi-Gymnasium hat der BK-Vierstünder des Abiturjahrgangs 2012 mit ihrer Lehrerin Uta Kissenbeck und mit tatkräftiger Unterstützung des Künstlers und Steinbildhauers Hans Michael Franke einen bzw. zwei Gedenksteine für die 1940 aus Rohrbach deportierten Juden gestaltet. Der Entwurf für den Stein stammt aus der Hand der Schülerin Felicitas Krätzner und die Umsetzung ihrer Idee entwickelte sich für alle, die mitgemacht haben, zum Gewinn.



Ursprünglich waren beide Steine ein großer Stein. Dieser Stein wurde so getrennt und bearbeitet, dass jeweils zwei halbe Sterne auf jeder Hälfte sichtbar sind. Sie sind wie aus den Steinen herausgestanzt. Die Sterne stehen für den Vater und den Sohn, die aus Rohrbach deportiert wurden. So wie der Stein getrennt wurde, wurde auch die Familie Stern von ihrem Heimatort getrennt. Auf einem Stein steht der Name des Ortes Rohrbach, aus welchem die beiden kamen. Dieser Stein wird in der Gedenkstätte in Neckarzimmern stehen. Den anderen Stein, welcher in Rohrbach stehen wird, ziert der Schriftzug Gurs. Dorthin wurden sie deportiert.



Zu der Setzung des ersten der beiden Gedenksteine in Neckarzimmern ist jeder Interessierte herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 23.10.2011 zwischen 14 und 17 Uhr auf dem Gelände der Tagungsstätte der evangelischen Jugend, Steige 50 in Neckarzimmern statt.